Genehmigungsverfahren Großraum- und Schwertransporte?
Deutschlandweit sind etwa 600 Unternehmen mit rund 20.000 Mitarbeitern im Bereich Großraum- und Schwertransporte (GST) tätig, die Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von ca. 1,5 Mrd. Euro.  Dabei steht Hamburg im unmittelbaren Wettbewerb zu Bremerhaven und den ZARA-Häfen.

Pro Jahr berühren Hamburg rund 25 Millionen Tonnen Schwergüter, davon ein überwiegender Teil mit Ziel oder Quelle im Hamburger Hafen. Jährlich werden in Hamburg etwa 70.000 genehmigungspflichtige GST durchgeführt. Verhältnismäßig lange Genehmigungsverfahren führen auch beim VHSp zu immer mehr Beschwerden, so dass sich die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens für GST immer schwieriger gestaltet. Die Dauer der Genehmigungserteilung ist auf ein nicht vertretbares Maß angestiegen. In der Konsequenz werden von Verladern bereits Alternativrouten nach Rotterdam, Antwerpen oder sogar Genua angefragt. Als wichtiger Hafen- und Logistikstandort kann Hamburg sich diese Genehmigungspraxis nicht leisten. Die Bearbeitungsstaus im Genehmigungsverfahren schaden zum einen dem Image des Wirtschaftsstandortes. Zum anderen führen unkoordinierte Arbeitsabläufe zu erheblichen Umsatzeinbußen. 

Der Landesbetrieb Verkehr (LBV) hat die lange Bearbeitungszeit von 4 bis 5 Wochen bestätigt. Grund hierfür sei erstens, dass für die vielen Baustellen Alternativrouten gesucht werden müssten, wodurch sich die Bearbeitungszeit deutlich erhöht. Zweitens anderen ist eine steigende Anzahl an Anträgen zu verzeichnen.
 
Es ist eine hoheitliche Aufgabe, diese Interessen vereinbar zu machen. Genehmigungsverfahren mit Bearbeitungszeiten von 28-35 Tagen werden den wirtschaftlichen Ansprüchen und dem Logistikstandort Hamburg in keinster Weise gerecht.

Dieses Thema, dass der Universalhafen Hamburg für konventionelles Stückgut nur unter schwierigen Rahmenbedingungen erreichbar ist, begleitet uns nun bereits seit einigen Jahren. Deshalb möchten wir auch noch einmal betonen, dass gerade die Wertschöpfung beim Umschlag von schweren und großvolumigen Stückgütern um ein Vielfaches höher ist als im Standard-Containerumschlag.
   
Forderung

Daher lautet die dringende Forderung der Hamburger Wirtschaft, die Bearbeitungszeit deutlich auf 5 Werktage im Durchschnitt zu reduzieren.

 



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