Bessere Baustellenplanung in und um Hamburg
Die Stadt Hamburg gibt derzeit rund 70 Millionen Euro pro Jahr für die Sanierung der Infrastruk-tur aus. Dies ist aus Sicht des VHSp sehr wichtig und auch dringend notwendig. Allerdings muss die Planung der Baustellen besser koordiniert werden, damit der Verkehr in Hamburg weiter fließt. Viele Baustellen werden mangels langfristiger Planung unnötig mehrmals angefasst. Noch wichtiger ist, begründet durch den Ausbau der A7, die bundesländerübergreifende Baustellenkoordination mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Seit dem 01. Januar 2017 hat Hamburg die längst überfällige Stabsstelle für die Verkehrs- und Baustellenkoordination bei der Hamburger Wirtschafts- und Verkehrsbehörde eingerichtet. Eigentlich sollte die neue Koordinierungsstelle die Baumaßnahmen und Verkehre auf den Bundesautobahnen und dem nachgeordneten Netz im Bereich Hamburg, Schleswig-Holstein und dem angrenzenden Niedersachsen steuern. Nun stellt sich aber heraus, dass Niedersachen nicht davon überzeugt ist, dass ein niedersächsischer Verkehrskoordinator beim Lenken der Verkehre helfen kann. Laut der niedersächsischen Landesregierung sollen sich die Fachleute der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einmal im Jahr mit den  Fachleuten des Hamburger Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer treffen. Das ist aus Sicht des VHSp unzureichend und wird zu weiteren Staus führen.

Jetzt ist es wichtig, dass Hamburg das Gespräch mit dem niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies sucht, damit Niedersachsen seine Entscheidung, keine eigene Koordinierungsstelle einzurichten, noch einmal überdenkt. Es dürfen sich auf der A1 und A7 keine baustellenbedingten Staus mehr bilden. Ein Zeitverlust von mehr als 1 bis 2 Stunden bedeutet erhebliche Mehrkosten für die Speditionsunternehmen in der Metropolregion Hamburg. Das bestätigt auch das private Technologieunternehmen INRIX. INRIX hat mithilfe einer Software mehr als 200.000 Verkehrsstaus und 45.662 Verkehrsbrennpunkte in 123 Großstädten in 19 europäischen Ländern untersucht. Dabei belegt Hamburg hinter London, Paris und Rom den vierten Platz der staureichsten Städte in Europa. Damit führt Hamburg die Negativrangliste in Deutschland vor München und Stuttgart an. Der volkswirtschaftliche Schaden der Stadt Hamburg soll bis zum Jahr 2025 7,7 Milliarden Euro betragen.
 
Forderung

Die Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Hamburg sind für den Individual- und Wirtschaftsverkehr von höchster Bedeutung, um die Mobilität in Hamburg zu gewährleisten. Der VHSp fordert, dass eine langfristig koordinierte Baustellenplanung in Hamburg und mit den benachbarten Bundesländern erfolgen muss, um Doppelung zu vermeiden und den Verkehrsfluss nicht einzuschränken.




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