Hamburg wird zur Fahrradstadt – Radverkehr zu  Lasten des Wirtschaftsverkehrs?
Die SPD und Grüne haben in ihrem Koalitionsvertrag vom 15. Februar 2015 vereinbart, den Fahrradverkehr in den kommenden zwei Jahren zu verdoppeln. Bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts soll der Fahrradanteil auf Hamburgs Straßen bei 25 Prozent liegen.

Gerade auch durch die steigenden Verkaufszahlen von E-Bikes und Pedelecs müsse an die Zukunft gedacht werden, so der Senat.

Auch aus unserer Sicht ist das Fortbewegungsmittel Fahrrad ein wesentlicher Teil des Stadtverkehrs und das Thema muss klug und intelligent angegangen werden, damit die übrigen Verkehrsteilnehmer nicht darunter leiden. Denn die zum Teil durchgeführten Maßnahmen für den Fahrradverkehr – Verlegung auf die Straßen – führen zu zusätzlichen Engpässen und Unfallrisiken im Straßenverkehr.
 
Ein teilweise gefordertes Tempolimit von 30 km/h auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, um den Radverkehr sicherer zu machen, lehnt der VHSp ab, da statistisch gesehen die meisten Unfälle beim Abbiegen passieren und dabei die Geschwindigkeit in der Regel unter 30 km/h liegt.
   
Forderung

Der VHSp befürwortet größtenteils den Ausbau von Velorouten und Fahrradwegen, allerdings ist das “wie“ entscheidend. Die Hauptstraßen müssen für den Wirtschaftsverkehr freibleiben. Denn Hamburg ist keine Fahrradstadt, sondern eine Mobilitätsstadt, in der alle Verkehrsträger beachtet werden müssen.





feed vp