Keine neuen Tempo-30-Streckenregelungen für Hamburg!
Wenn es nach dem Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) und den Naturschutzverbänden geht, sollen noch in diesem Jahr auf weiteren Hauptverkehrsstraßen Tempo-30-Streckenregelungen eingeführt werden. Dadurch sollen ein besserer Lärmschutz sowie die Senkung des Emission-Ausstoßes erreicht werden. Durch Tempo-30-Streckenregelungen soll die Lärmbelästigung um durchschnittlich 2,5 Dezibel sinken. Für den Menschen liegt diese Veränderung unter der Wahrnehmungsgrenze und somit ist der Unterschied nicht zu hören. Der Senat sagt sogar selber, dass sich bezüglich der Lärmreduzierung kein allgemeingültiger Rechenwert angeben lässt.

Des Weiteren geht aus einer Studie der baden-württembergischen Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz hervor, dass Tempo-30-Streckenregelungen auf ebenen Hauptverkehrsstraßen mit hohem Konstantfahranteil einen höheren Ausstoß an Stickoxid, Feinstaub und CO2 verursachen als Tempo-50-Zonen, weil in anderen Gängen gefahren wird.

Der Sicherheitsgewinn ist auch kein Grund für Tempo-30-Streckenregelungen auf Hauptverkehrsstraßen in Hamburg. Zwar verringert sich der Bremsweg von 28 Metern (Tempo 50) auf 13 Meter (Tempo 30), jedoch passiert ein Großteil der Unfälle eher beim Abbiegen an Kreuzungen mit Ampeln und Einmündungen.
   
Forderung

Auf den Hauptverkehrsstraßen soll grundsätzlich 50 Kilometer pro Stunde gefahren werden dürfen, da es aus umweltpolitischen Gründen keinen Sinn macht das Tempo zu reduzieren. Vielmehr bedarf es einer besseren Anpassung der Ampelschaltung, so dass der Verkehr auch konstant fahren kann.

 




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