Veterinärabfertigung im  Hamburger Hafen –  Ein behördliches Stiefkind  benötigt mehr Fürsorge
Die Intensivierung des Verbraucherschutzes sowie die regelmäßige Erweiterung der EU in den letzten Jahren hatten eine stetige Erhöhung der veterinären und phytosanitären Abfertigungsvorgänge in Hamburg zur Folge. Die Erhöhung der Abfertigungsvorgänge hat leider nicht – wie man vermuten sollte – zu Personalverstärkungen, sondern zum Abbau von Personal geführt. Trotz ausdrücklicher Anerkennung des Engagements der im Veterinär- und Einfuhramt tätigen Mitarbeiter/innen haben diese „Sparmaßnahmen“ zur Folge, dass nagelneue Veterinär-Kontrollstellen entweder ganz geschlossen (Burchardkai) wurden oder Öffnungszeiten so weit reduziert werden mussten, dass eine praxisgerechte Nutzung kaum noch möglich ist (Altenwerder).

Auch die aus formaljuristischen Gründen stark verbesserungsfähige Zusammenarbeit zwischen dem Veterinär- und Einfuhramt und der Zollverwaltung führt in der Praxis bei den Wirtschaftsbeteiligten immer wieder zu Zeitverzögerungen und Mehrkosten. Neben den wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Unternehmen wird damit auch dem Standort Hamburg ein großer Imageschaden zugefügt. Ein wesentliches Argument der Kundenwerbung für den Hamburger Hafen ist, dass die Dienstleistungen in Hamburg in punkto Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Qualität hervorragend sind. Dafür nehmen Importeure in einem begrenzten Maße auch höhere Kosten in Kauf.

Diese Hauptargumente für den Hamburger Hafen geraten immer häufiger ins Hintertreffen, was unweigerlich zu Ladungsverlusten an die Konkurrenzhäfen führt bzw. schon
geführt hat. Und einmal verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen, ist sehr schwer und i.d.R. mit finanziellen Zugeständnissen verbunden.
   
Forderung

Aus Sicht des VHSp müssen die am Einfuhrprozess maßgeblich beteiligten Landesämter (Veterinär- und Einfuhramt sowie Pflanzenschutzamt) unter dem Dach der Wirtschaftsbehörde zusammengeführt werden. Anschließend muss eine bedarfsgerechte Anpassung der Personalausstattung vorgenommen sowie der Ausbau des Single-Window-Prinzips beim Einfuhrprozess vorangetrieben werden.





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