FIATA > FIATA FAQ > Was ist ein FIATA FBL - FIATA Multimodal Transport Bill of Lading

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Das FIATA Multimodal Transport Bill of Lading (FBL) ist ein Frachtführer-Dokument, das von der FIATA für die Benützung durch Spediteure entwickelt wurde, welche als Multimodal Transport Operator (MTO) tätig sind.

Das FBL kann auch als Seekonnossement ausgestellt werden.

Das Dokument ist begehbar, sofern es nicht mit dem Aufdruck «non-negotiable» versehen ist. Es wurde von der Internationalen Handelskammer (ICC) als in Übereinstimmung mit den UNCTAD/ICC Rules for Multimodal Transport Documents stehend anerkannt, weiche die ICC in ihrer Broschüre No. 481 veröffentlicht hat. Deshalb trägt das FBL nebst dem Emblem des nationalen Spediteurverbandes auch das Symbol der ICC.

Im weiteren wird das Negotiable FIATA Multimodal Transport Bill of Lading im «Guide for Documentary Credit Operations for the Uniform Customs and Practice for Documentary Credits (UPC 500)> der ICC (Publikation No. 515) als ein akzeptiertes Spediteur-Transportdokument aufgeführt.

Ein Spediteur, der als Multimodal Transport Operator (MTO) oder Seefrachtführer ein FBL ausstellt, ist für die Durchführung des Transportes verantwortlich. Er übernimmt nicht nur die Verantwortung für die Auslieferung des Gutes am Bestimmungsort, sondern auch für die von ihm zur Durchführung des gesamten Transportes eingesetzten Transportunternehmen und Drittbeteiligten.

Mit Ausstellung des FBL übernimmt der Spediteur eine Grundhaftung in Höhe von SZR 666.67 pro Packstück oder Verpackungseinheit bzw. SZR 2 pro Kilogramm Bruttogewicht (was immer höher ist) für verlorengegangenes oder beschädigtes Gut (Art. 8.3 der FBL Bedingungen) oder, wenn ein multimodaler Transport keinen See- oder Binnenschifftransport umfasst, in Höhe von SZR 8.33 pro Kilogramm Bruttogewicht (Art. 8.5 der FBL Bedingungen). Können bei einem multimodalen Transport Verlust oder Beschädigung einer bestimmten Teilstrecke zugeordnet werden, richtet sich der Haftungsumfang des Spediteurs nach dem auf dieser Teilstrecke anzuwendenden nationalen oder internationalen Recht (Art. 8.6a der FBL-Bedingungen).
Bei der Ausstellung eines FBL muss sich der Spediteur vergewissern, dass:

1) er die bezeichnete Sendung übernommen hat und ihm das alleinige Verfügungsrecht über die bezeichnete Sendung zusteht;
2) sich die Sendung in äußerlich gutem Zustand befindet;
3) die Angaben auf dem Dokument mit dem erteilten Auftrag übereinstimmen,
4) die Frage der Transportversicherung mit dem Absender geklärt wurde;
5) ausdrücklich angegeben ist, ob ein oder mehrere Originale ausgestellt wurden.

Spediteure, die FBL's ausstellen, müssen ihre daraus entstehende Haftung in Übereinstimmung mit den FBL Bestimmungen versichern.
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Erstellt: 17.02.2010
Geändert: 10.03.2010
Artikel-ID: 11
Verein Hamburger Spediteure e.V.

Geschäftsführer Stefan Saß

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