Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit

Bonn/Berlin, 3. Dezember 2015. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) begrüßt die angekündigte Überarbeitung des Gesetzentwurfs zur Regulierung von Werkverträgen und Zeitarbeit. Nach deutlicher Kritik vom DSLV und weiten Teilen der Wirtschaft hat das Bundeskanzleramt den Entwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in dieser Woche zunächst zurückgewiesen.

Der DSLV unterstützt jede Maßnahme, die eine gezielte Umgehung arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Pflichten durch Scheinwerkverträge verhindert, unterstreicht sein Hauptgeschäftsführer Frank Huster. Um dieses gesetzliche Ziel zu erreichen, sei das Bundesarbeitsministerium aber zu weit gegangen: „Im Gesetzwurf wurden praxisferne und starre Regeln getroffen". Dadurch würden etablierte Prozesse der Arbeitsteilung zwischen Handel und Industrie einerseits sowie Logistik, Spedition und Transport auf der anderen Seite massiv behindert.

"Speditionen mit spezialisierten Dienstleistungen und der Organisation von Zulieferketten zur Unterstützung der Kernprozesse von Industrie und Handel zu beauftragen, kann unmöglich einen Generalverdacht auf missbräuchliches Verhalten durch illegale Auslagerungen begründen. Und genau das hätte der erste Gesetzentwurf ausgelöst", so Huster. Bereits jetzt sind Werkverträge gesetzlich klar geregelt und die Abgrenzung zur Arbeitnehmerüberlassung durch die Rechtsprechung geklärt.

Zeitarbeit und Werkverträge sind wichtige Instrumente für die Wirtschaft, um flexibel auf Angebot und Nachfrage reagieren zu können. "Bundeskanzlerin Merkel hat richtig entschieden, indem sie auf die im Koalitionsvertrag festgelegten Grenzen verwiesen hat. Noch mehr Bürokratie aus dem Hause Nahles können die Unternehmen nicht gebrauchen", befindet Huster.

Der DSLV:

Der DSLV vertritt als Spitzenorganisation deutscher Speditions- und Logistikdienstleister eine der größten Branchen Deutschlands. Über seine 16 Landesverbände repräsentiert der Dachverband etwa 3.000 Betriebe mit annähernd 530.000 Beschäftigten.

Der DSLV ist kompetenter Ansprechpartner für Politik und Medien zu allen Fragen rund um die Themen der Spedition und der Güterlogistik mit allen Verkehrsträgern (Straße, Schiene, See- und Binnenschifffahrt sowie Luftfracht) einschließlich der Organisation, Bereitstellung, Steuerung, Optimierung und Sicherung von Prozessen der Güterströme entlang der Lieferkette.



Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christoph Sokolowski

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DSLV Deutscher Speditions- und Logistikverband e. V.
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Veröffentlicht
14:13:33 03.12.2015

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