VHSp bedauert die erneuten Verzögerungen bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp) hat die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG), die Fahrrinnenanpassung der Elbe mit weiteren Auflagen zu versehen, mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen.

 

Die deutschen Seehäfen sind für das Funktionieren der gesamten außenhandelsorientierten nord- und osteuropäischen Wirtschaft und damit von Hundertausenden von Arbeitsplätzen unverzichtbar. Diese Funktion können die deutschen Seehäfen aber nur erfüllen, wenn die seewärtige Erreichbarkeit mit modernen Schiffsgrößen gegeben ist. „Auch wenn es begrüßenswert ist, dass nahezu alle von den klagenden Umweltverbänden vorgetragenen Einwände vom Gericht als unbegründet abgewiesen wurden, überwiegt doch die Enttäuschung darüber, dass der Schierlings Wasserfenchel schützenswerter sein soll, als die Zukunftsfähigkeit einer der bedeutendsten Wirtschaftsbereiche Deutschlands, und damit die Arbeitsplätze tausender Arbeitnehmer“, so der Vorsitzer des VHSp, Johan P. Schryver.

 

Die erneute Verzögerung bei der Fahrrinnenanpassung der Elbe hat deutlich zu Tage treten lassen, dass die bürokratischen Hürden, die von Infrastrukturprojekten in Deutschland übersprungen werden müssen, inzwischen standort- und damit arbeitsplatzgefährdende Dimensionen angenommen haben. „Die nunmehr 15 Jahre andauernde Umsetzung der Fahrrinnenanpassung ist ein offensichtlicher Beleg dafür, dass das deutsche Planungsrecht und insbesondere das Verbands-Klagerecht einer Korrektur bedarf, da es inzwischen zu einem reinen Blockadeinstrument gegen Infrastrukturvorhaben geworden ist“, so Schryver weiter.

 

Der VHSp fordert die für die Umsetzung verantwortlich Planungsbehörden dazu auf, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu unternehmen, um die vom Gericht gemachten Auflagen schnellstmöglich zu beseitigen. Erst nach Abschluss der Fahrrinnenanpassung wird sich zeigen, wie nachhaltig der Vertrauensverlust in den Hafen Hamburg durch die jahrelangen Verzögerungen tatsächlich sein wird.


Über den Verein Hamburger Spediteure

Der Verein Hamburger Spediteure e.V. (VHSp) wurde bereits 1884 in der Hansestadt gegründet und hat rund 340 Mitglieder. Der VHSp vertritt die Interessen der Hamburger Spediteure auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene gegenüber anderen Wirtschaftsverbänden, der Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Neben einem umfangreichen und vielfältigen Informationsangebot bietet der VHSp seinen Mitgliedern auch Beratungen und regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Als Tarifvertragspartner verhandelt der VHSp als Arbeitgebervertretung mit der zuständigen Gewerkschaft über Lohn-, Gehalts- und Manteltarifverträge.

 

 

Pressekontakt Verein Hamburger Spediteure e.V.:

 

 

Stefan Saß

 

Verein Hamburger Spediteure e.V.

 

Willy-Brandt-Straße 69

 

20457 Hamburg

 

Tel:  040 / 37 47 64 – 0

 

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www.vhsp.de

 

 


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Veröffentlicht
15:37:15 09.02.2017

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